Willkommen
Am 9. November 1908, morgens um 4 Uhr, verstarb Oberst Arnold Künzli (Johann Friedrich Arnold Künzli) im Alter von 76 Jahren in seinem Heim in Riken. Damit schied eine Persönlichkeit aus der Welt, die für die Schweiz von ausserordentlicher, nachhaltiger Bedeutung war. In der Politik hat er regional, kantonal und national eine bedeutende Rolle gespielt. Bei internationalen Verhandlungen wurde sein diplomatisches Geschick geschätzt. Als Militär leistete er der Schweiz vor allem mit seiner Tessiner-Mission als Kommissär unvergessliche Dienste. Als Unternehmer der beginnenden Industrialisierung unserer Region und des ganzen Landes agierte er an vorderster Front für den technischen und sozialen Fortschritt.
Arnold Künzli diente der Öffentlichkeit als Gemeindeammann (von Riken), als langjähriger Schulpfleger und Schulpflegepräsident, als Grossrat, Regierungsrat, Nationalrat, Diplomat und Militär. Er förderte das Gewerbe und war Pionier auf dem Gebiete des Bankwesens, der Eisenbahnen und der Elektrizität. Auch als Wohltäter gegenüber der Gemeinde machte er sich einen Namen (Schenkung Friedhof Riken, erstes Schulzimmer für eine Fortbildungsschule in Murgenthal und Gemeindehaus, Schulhausplatz in der Friedau und Oberst- Künzli-Platz). Zudem prägte ihn eine zutiefst demokratische Überzeugung.
Arnold Künzli diente der Öffentlichkeit als Gemeindeammann (von Riken), als langjähriger Schulpfleger und Schulpflegepräsident, als Grossrat, Regierungsrat, Nationalrat, Diplomat und Militär. Er förderte das Gewerbe und war Pionier auf dem Gebiete des Bankwesens, der Eisenbahnen und der Elektrizität. Auch als Wohltäter gegenüber der Gemeinde machte er sich einen Namen (Schenkung Friedhof Riken, erstes Schulzimmer für eine Fortbildungsschule in Murgenthal und Gemeindehaus, Schulhausplatz in der Friedau und Oberst- Künzli-Platz). Zudem prägte ihn eine zutiefst demokratische Überzeugung.
Eckdaten seiner Biographie
Johann Friedrich Arnold Künzli, geboren am 20. Juni 1832, von Riken (heute Murgenthal), verheiratet mit Maria Anna geb. Nussbaum, von Birrwil, verstorben am 9. November 1908 in Murgenthal: Er besuchte Schulen in Riken, Murgenthal, Wangen an der Aare und die Kantonsschule Aarau (damals noch "Gewerbeschule Aarau") und absolvierte eine Kaufmännische Lehre in Genf.
1858: Erste Wahl in den Grossen Rat des Kantons Aargau (bis 1862, dann wieder 1864-1868 und 1873-1908). 1862: Gründung der Künzli & Gugelmann Grossindustrie in Roggwil, zusammen mit seinem Schwager Johann Friedrich Gugelmann. 1864: Erste Wahl in den Nationalrat. 1865: Rücktritt aus dem Nationalrat aus familiären Gründen (zugunsten von Emanuel Herosé, Aarau). 1868: Wahl zum aargauischen Regierungsrat (bis 1873). 1869: Zweite Wahl in den Nationalrat, dem er dann bis zu seinem Tode angehörte. 1873: Beförderung zum Oberst im Generalstab, Kommandant der Infanteriebrigade XII. 1873: Rücktritt als Regierungsrat. 1879/80: Nationalratspräsident.1880: Erste Ernennung zum Tessiner Kommissär (Stabio-Prozess). 1882: Komman-dant der IV Division. 1883: Präsident des Aargauer Verfassungsrates (Verfassung von 1885). 1890: Eidgenössischer Kommissär im Tessiner-Putsch. 1893: Kommandant des IV. Armeekorps. 1899: Delegierter der Schweiz bei der Friedenskonferenz von Den Haag.